U M W E L T E N E R G I E S Y S T E M
"Haus und Wohnen in Harmonie,
lassen Sie die Weinreben an Ihrer Hauswand hochwachsen,
für´s neue Leben."
In der Broschüre vom „Alpen 1“-Modellhaus, welches in Tirol errichtet wird und nicht zuletzt deswegen die tirolerische Optik aufweist, sind die Baukörper- und die Baukernaktivierung dargestellt, und es werden beide Systeme eingebaut. Sie können im Modellhaus „Alpen 1“ unabhängig voneinander betrieben werden, wie auch gemeinsam. Es soll gezeigt werden, dass beim nachträglichen Einbau im -Baukern- in einem bereits wärmegedämmtem Haus die in Aussicht gestellte Heizmaterialeinsparung erreicht wird, wenn der Einbau nach den Systemvorgaben erfolgt. In folgender Beschreibung wird der Unterschied zwischen der Baukörper- und der Baukernaktivierung erläutert:
Bei der Baukörperaktivierung werden auf die rohen (nicht isolierten) Außenwände Wärmetauscher montiert. Es werden im Erdreich unter dem Haus oder in einem Kellerraum, Wärmetauscher die einen Wärmespeicher bilden, eingelegt. Diese können auch nachgerüstet werden.
Es werden Wärmetauscher außerhalb des Hauses in einer bestimmten Tiefe, zumindest 70 cm unter Niveau, verlegt.
Es werden auf der Dachfläche Wärmetauscher, Absorber verlegt.
Diese an den beschriebenen Positionen verlegten Wärmetauscher kommunizieren untereinander, und die Steuerung ist so konzipiert, dass die Außenwand im Sommer und im Winter auf einer Temperatur zwischen 18 °C und 19 °C gehalten wird (Heizung und Klimatisierung).
Bei der Baukernaktivierung, die auch mit einem fertigen Einbausatz, dem Starterpaket, eingebaut wird, werden in massive Wände Heizungsrohre installiert.
Es werden Wärmetauscher im Estrich oder in Betondecken installiert (Fußbodenheizung).
Es werden Wärmetauscher auf Wände montiert und verputzt (Wandheizung).
Es werden in einem Kellerraum Wärmetauscher verlegt (Wärmespeicher).
Es werden auf dem Dach Kollektoren verlegt.
Diese an den beschriebenen Positionen verlegten Bestandteile kommunizieren untereinander und es wird eine Außenwandtemperatur von 18 °C bis 19 °C, Sommer wie Winter, angestrebt.
Bei der Baukernaktivierung und der Anwendung „des Starterpaketes“ ist ein Zentralheizungsherd unbedingt nötig, damit die beim Kochen anfallende Überschusswärme im System verwendet werden kann. Die Zuladung der Speicher des Systems, beider Systeme der Baukern- und der Baukörperaktivierung, erfolgt auch mit Schwerkraft, sofern ein Zentralheizungsherd als Restenergiequelle angewandt wird, womit eine Grundversorgung mit Wärme und warmem Essen auch bei Ausfall der Infrastruktur, im Besonderem Strom, gewährleistet ist.
Sobald das „Starterpaket“ bei der Baukernaktivierung nicht ausgeführt wird, da die Bedürfnisse, die sogenannten Komfortansprüche des / der BauherrIn mit der einfachen Nutzung nicht erfüllt werden können, und das Objekt es zulässt, wird eine sinnvolle Mischung aus beiden Systemen der Baukörper- und Baukernaktivierung angewendet, um die Prinzipien, die CO2-Reduktion, durch die Nutzung der Umweltenergie zu erzielen.
Die Trennung in der Beschreibung wurde deswegen vorgenommen, um klar heraus zu feilen, dass die Baukörperaktivierung auch als mit Umweltenergie beheizte Wärmedämmung bezeichnet werden kann und bei der Althaussanierung, vom Einfamilienhaus bis zum Hochhaus, Anwendung finden kann.
Das Baukörper- und das Baukernaktivierungssystem zeigt, (im Einfamilienhausbau) 20 Minuten, bevor zu wenig Wärmeenergie im System zu erwarten ist, dies mit einem rot leuchtenden Lämpchen an. Im Einfamilienhaus heizt der Bauherr die fehlende Energie, um keinen Bereitstellungsverlust zu produzieren mit einem Zentral-Heizungsofen oder Tischherd nach. Sollte nach 20 Minuten keine Wärmeenergie zugeführt werden, heizt ein im System befindlicher Heizstab mit 1,44 kW Leistung die fehlende Wärmemenge nach. Die Baukörperaktivierung wird individuell auf das Projekt abgestimmt.
Es sind beide Systeme, auf diese Weise als Scheitholzzentralheizungen auch automatische „Strom“-Zentralheizungen mit der freien Wahl des Benutzers mit Strom oder Scheitholz, den Restwärme-Energiebedarf von üblicherweise 10 % des im Energieausweis ermittelten Gesamtenergiebedarfes pro Jahr zu verbrauchen.
Das Baukörper-System lässt sich für größere Bauvolumina anwenden, zentral steuern, und mit anderen Heizsystemen kombinieren. Das Baukern-Starter-System ist so ausgelegt, dass Wohneinheiten oder Häuser, in denen eine Baukernaktivierung eingebaut oder nachgerüstet wird, bis zu 180 m² groß sein können. Diese Starter-Anlage kostet montiert mit einem Tischherd inkl. Mwst. in Österreich derzeit € 19.500 und kann über ein Wüstenrot- Darlehen als Stückgut Zentralheizung und automatischer Zentralheizung sehr einfach finanziert werden.
Wenn das Flächenmaß von 180 m² überschritten wird, ist eine individuelle Anpassung notwendig, um das Leistungsprofil, die Raumtemperatur laut Norm – 24 °C – erreichen zu können.
Die Anwendung der Umweltenergie-Systeme erbringt eine Reduktion von Heizmaterial von 70 % bis zu 90 %. Es ist von der Annahme auszugehen, dass die Gebäude weiterhin auf mit Infrastruktur versorgtem Bauland errichtet werden, und wegen der Aufrechterhaltung der Infrastruktur, energieunabhängige Bauwerke, obwohl es möglich ist solche zu realisieren, von den gesetzgebenden Institutionen und dem Staat wirtschaftlich nicht gewünscht werden.
Wesentliche Faktoren, die den Wirkungsgrad des Umweltenergie-Systems ergeben, sind die Vermeidung des Energie-Bereitstellungsverlustes, der im Energieausweis mit ca. 50 ° des Gesamtwärmebedarfs angegeben wird, die Wirkungsweise als Niedertemperatur-System, die CO2- Reduktion durch die Einsparung fossiler Brennstoffe und die Verwendung von CO2 neutralen und / oder CO2-bindenden Baustoffen.